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Freier Eintritt für italienische Staatsbürger zur Ausstellung "Agrippina - Kaiserin aus Rom" am 18. Dezember 2015 von 17.00 bis 19.00 im Römisch Germanischen Museum in Köln

Datum:

07/09/2011


Freier Eintritt für italienische Staatsbürger zur Ausstellung

Mitteilung des Italienischen Generalkonsulats über die Sonderöffnung für Italiener am 18. Dezember 2015 von 17.00 bis 19.00 Uhr

 

Agrippina – Kaiserin aus Rom

Zur 2000sten Wiederkehr des Geburtstags von Agrippina der Jüngeren präsentiert das Römisch-Germanische Museum Köln eine kleine, aber hochkarätige Ausstellung mit dem Titel „Agrippina – Kaiserin aus Köln“. Die im November 15 n. Chr. im Oppidum Ubi-orum Geborene gilt als Kölner Stadtmutter. Augustus, der erste römische Kaiser, hatte ihren Geburtsort in den letzten Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts v. Chr. auf dem Gebiet der heutigen Kölner Altstadt gegründet – als Stützpunkt für eine Eroberung Germaniens bis zur Elbe. Agrippinas Mutter war eine Enkelin des Augustus, ihr Vater, der Prinz Ger-manicus, war damals als Feldherr über vier kaiserliche Legionen und als Statthalter im oppidum Ubiorum stationiert.

Agrippina die Jüngere und ihre Familie verließen die Rheinregion bereits 16 n. Chr., denn Kaiser Tiberius beorderte den bei den Truppen sehr beliebten Germanicus in den Osten, wo er unter ungeklärten Umständen bald starb. Agrippina wuchs in Rom im kaiserlichen Haushalt auf und wurde jung mit einem Großneffen des Augustus vermählt. Aus dieser Ehe stammt ihr einziger Sohn, der spätere Kaiser Nero.

49 n. Chr. heiratete Agrippina in dritter Ehe Kaiser Claudius, ihren Onkel. Bereits im folgenden Jahr erhielt sie den Augusta-Titel verliehen. Sie veranlasste Kaiser Claudius, ih-rem Geburtsort den Rang einer Bürgerkolonie und den Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ zu verleihen. Der neue Status der Stadt lockte Händler, Handwerker und Veteranen aus dem gesamten Imperium Romanum in die Colonia und verhalf der jungen Stadt am Rhein rasch zu großer Blüte. 50 n. Chr. adoptierte Claudius Agrippinas Sohn Nero.

Glanzpunkt der Ausstellung ist eine überlebensgroße Statue der Kaiserin aus schwarzem Basalt. 1885 wurden ihre Fragmente in Rom in einer mittelalterlichen Mauer verbaut aufgefunden. Der Kopf gelangte in die Ny Carlsberg Glyptothek Kopenhagen, der Rumpf in die Kapitolinischen Museen Roms. Heute ist die Statue – mustergültig restauriert – in der neuen Dependance der Kapitolinischen Museen, der Centrale Montemartini an der Via Ostiense, zu sehen. In Köln werden der Körper der Statue und ihr originaler Kopf erstmals nach fast 2000 Jahren wieder zusammen sein.

Zeugnisse der Rezeption der Kaiserin ergänzen die Ausstellung: Römische Gold-, Silber- und Bronzemünzen mit dem Bildnis Agrippinas machten sie im gesamten Römischen Reich zunächst als Ehefrau, später als Mutter und Beraterin des herrschenden Kaisers bekannt. Zu sehen sind auch Porträts römischer Frauen der gehobenen Schichten, die ihr Bildnis modisch an das der Kaiserin angleichen ließen und Kölner Werke der Renaissance, die Agrippina als Stadtmutter Kölns feierten.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Republik Italien und dem Italienischen Kulturinstitut in Köln.

http://roemisch-germanisches-museum.de/Sonderausstellungen

 


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